Öffentliche Sonderveranstaltung

zur Ausstellung FACING HISTORY

Philosophie der Gegenwart

Dr. Rebekka Reinhard

14. Nov. 2019, 18.30 Uhr

Universität Bern, Hallerstr. 12

Hörsaal 001

Freier Eintritt zum Vortrag


Die Ausstellung ist am 14.Nov.

von 14 bis 20 Uhr geöffnet.

Eintrittspreise: 10.- / 7.- / 5.-


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Dr. Rebekka Reinhard ist Deutschlands bekannteste freie Philosophin. Seit 2007 ist sie als Referentin, Keynote Speaker und Beraterin international tätig. Sie ist stellvertretende Chefredakteurin der Philosophie-Zeitschrift «Hohe Luft - für alle, die Lust am Denken haben». Das von ihr 2009 veröffentlichte Buch «Die Sinn-Diät», wurde zum Spiegel-Besteller und ist eines der erfolgreichsten deutschsprachigen Bücher im Bereich der Philosophie der neueren Zeit. Ebenso breite Beachtung fanden auch ihre darauffolgenden Bücher: «Odysseus oder die Kunst des Irrens» (2010 und «Würde Platon Prada tragen?» (2011). Ihr vieldiskutiertes Werk «Kleine Philosophie der Macht (nur für Frauen)» ist 2015 im Ludwig Verlag erschienen. Rebekka Reinhard sagt von sich: «Ich zeige Euch, was Mut, Neugier und Authentizität heute wirklich bedeuten».


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Diese Welt scheint unübersichtlicher denn je: Digitalisierung, Klimakrise, Migration, soziale Ungleichheit, Bildungskrise... und dann auch noch Donald Trump! Es herrscht eine „Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen“, die uns irritiert, verwirrt und Angst macht. Rebekka Reinhard wagt den Blick zurück nach vorne – und zeigt, wie wichtig es ist, den Kairos zu nutzen, den rechten Augenblick, der schon für die antiken Philosophen handlungsleitend war. Heute gilt es mehr denn je, sich vom schnellen, steten Wandel nicht verrückt machen zu lassen, sondern die großen Herausforderungen unserer Zeit mit Hirn, Herz und Experimentierfreude anzugehen: die (Selbst)Ermächtigung der Frau; die Akzeptanz vielfältiger Meinungen und Lebensformen; den Dialog zwischen „Alt“ und „Jung“ wie auch zwischen „Fremd“ und „Vertraut“. Reinhard plädiert für eine neue Aufklärung – und macht Mut zur Macht.


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Rebekka Reinhard - Philosophy works !


ORIENTIERUNG FÜR MUTIGE

Die Sonderveranstaltung mit Dr. Rebekka Reinhard wird ermöglicht vom Kulturverein SEHNERV.org und der Antikensammlung Bern mit freundlicher Unterstützung von Carola Ertle + Günther Ketterer.


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Die Stimme der Gegenwart

Rebekka Reinhard ist in der Ausstellung FACING HISTORY mit einer Videoperformance zur Geschichte der Philosophie und der Aufklärung vertreten. Mit ihrer Performance haucht sie einem Bildnis der antiken griechischen Dichterin «Sappho» neues Leben ein und verleiht ihr eine prägnante Stimme der Gegenwart. Umgeben von prominenten Zuhörern wie Platon, Sophokles und Homer, äussert sich die Philosophin zu aktuellen Fragen unserer Zeit. In engagierten und begeisternden Statements erörtert sie zentrale Themen der Ausstellung wie Diversität, Gleichstellung, interkulturelle Kompetenz und Verantwortlichkeit gegenüber sich selbst und gegenüber der Gesellschaft.


Die Ausstellung ist am 14.Nov.

von 14 bis 20 Uhr geöffnet.

Eintrittspreise: 10.- / 7.- / 5.-


FACING HISTORY

Kulturgeschichte im Dialog

Antikensammlung Bern

7.Juni 2019 - 7.Juni 2020


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Digitale Kulturvermittlung

Der Verein SEHNERV hat sich intensiv für die Durchführbarkeit des Ausstellungs- und Vermittlungsprojekts FACING HISTORY engagiert. An der Umsetzung  des Projekts haben insgesamt 20 Künstlerinnen und Künstler sowie ein zehnköpfiges Team von Wissenschaftlerinnen und Technikern mitgewirkt. Im transdisziplinären Zusammenspiel von Geisteswissenschaften, Videokunst, Schauspiel, Archäologie, Philosophie, Interaktiven Theaterformen und neusten digitalen Technologien, ist eine äusserst lebhafte und unkonventionelle Ausstellung entstanden. Mit dem Projekt beschreiten die Ausstellungsmacher vollkommen neue Wege der digitalen Kulturvermittlung und erschliessen innovative Perspektiven zur Nutzung interaktiver Medien in Museen. Der unkonventionelle Einsatz von Speech Recognition, Dynamic Video Mapping, Facial Expression Detection und Emotion Analysis, ermöglicht einem breiten Publikum einen niederschwelligen Zugang zu den Themen der Kulturgeschichte. Die Skulpturen der Antikensammlung erscheinen in einem gänzlich neuen Kontext. Das digitale Zeitalter begegnet der griechischen und römischen Antike in faszinierender Weise.


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Interaktive Medienkunst: Digitale Spracherkennung ermöglicht das direkte Gespräch mit den Skulpturen der griechischen und römischen Antike.

Preisgekröntes Pilotprojekt

Das Ausstellungskonzept wurde von den Medienkünstlern Franticek Klossner und Marc-André Gasser entwickelt und in Zusammenarbeit mit den Archäologinnen Prof. Dr. Elena Mango, Dr. Josy Luginbühl und Cinzia Marti in der Antikensammlung Bern umgesetzt. Das transdisziplinäre Projekt wurde vom Amt für Kultur des Kantons Bern im Rahmen des Innovationswettbewerbs KULTUR.DIGITAL ausgezeichnet. Mit dem Wettbewerb fördert der Kanton Bern herausragende Projekte, die eine breite kulturelle Teilhabe ermöglichen und neue Perspektiven der digitalen Kulturvermittlung erschliessen.


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Eröffnungsfeier Universität Bern, 7. Juni 2019

Hans Ulrich Glarner

Amt für Kultur des Kantons Bern


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Bildungsangebot - Digitale Transformation - Medienkompetenz

Die Ausstellung bereichert nicht nur das kulturelle Angebot der Region Bern, sie versteht sich auch als attraktives Bildungsangebot für Schulklassen aus der gesamten Deutschschweiz. Mit FACING HISTORY wird die junge multikulturelle Generation gezielt für ihre gemeinsame Geschichte und Zukunft begeistert. Ausgehend von der Kultur- und Mentalitätsgeschichte werden Weltbilder, Anschauungen und Orientierungsmuster hinterfragt und reflektiert. Die Ausstellung vermittelt sowohl Themen der Kulturgeschichte wie auch Themen der Digitalisierung und verbindet beide Bereiche mit aktuellen gesellschaftlichen Fragen. Die digitale Transformation und ihr Einfluss auf unseren Alltag werden direkt physisch erlebbar. Neue Technologien können im spielerischen Dialog mit den antiken Skulpturen erprobt und reflektiert werden. In pädagogisch attraktiver Weise wird der medienkritische Blick geschärft und die Medienkompetenz gefördert. Für Schulen aus dem Kanton Bern ist der Ausstellungsbesuch kostenlos.


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Mitwirkende

An der Ausstellung haben ingesamt 20 Künstlerinnen und Künstler sowie ein zehnköpfiges Team von Wissenschaftlerinnen und Technikern mitgearbeitet: Bernhard Anliker, Eva Marianne Berger, Tom Bernhard, Matthieu Brouillard, Ben Gageik, Marc-André Gasser, Lisanne Hirzel, Malte ­Homfeldt, Simon Josi, Jasmin Kiranoglu, Franticek Klossner, Antonio Ramón ­Luque, Mark Manion, Adrian Perez, Simon Schmid, Bernhard Schneider, Johannes Schumacher, ­Isabelle Stoffel, Ruben Wyttenbach, Sinem Yavsaner, Jürg Zbinden, Pino Zinna, sowie die Philosophin Rebekka Reinhard und die Archäologinnen Elena Mango, Cinzia Marti, Josy Luginbühl. Ausstellungsbauten: Andreas Brunner, Daniela und Roger Mischler, Stefan Schwärzler.

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Antonio Ramón Luque
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Isabelle Stoffel
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Ben Gageik
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Jasmin Kiranoglu
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Eva Marianne Berger
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Johannes Schumacher
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Cinzia Marti
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Simon Schmid
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Malte Homfeldt
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Rebekka Reinhard
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Marc-André Gasser
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Josy Luginbühl
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Lisanne Hirzel
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Bernhard Schneider
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Elena Mango
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Sinem Yavsaner


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Speech Recognition

Interaktive Medien wie Spracherkennung, Emotionsanalyse, Mimikerkennung und Videomapping, ermöglichen das direkte Gespräch mit den Skulpturen der Antikensammlung Bern. Schauspielerinnen und Schauspieler verleihen den antiken Statuen und Büsten in insgesamt zwölf Videoinstallationen  ihre Stimmen, ihren Ausdruck und eine zeitgenössische Sprache. Die griechischen Gottheiten Hermes, Aphrodite, Apollon und Athena können über Mikrofone direkt angesprochen und zu ihrer Geschichte befragt werden. In prägnanten Videosequenzen erläutern die olympischen Gottheiten ihre Bedeutung in der griechischen Mythologie und äussern sich zu aktuellen Themen der Gegenwart.


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Kulturelle Vielfalt

Mit einer Videoperformance zur Geschichte der Philosophie und der Aufklärung, ist auch Deutschlands bekannteste freie Philosophin, die Bestsellerautorin Rebekka Reinhard in der Ausstellung vertreten. Umgeben von prominenten Zuhörern wie Platon, Sophokles und Homer, äussert sich die Philosophin zu aktuellen Fragen unserer Zeit. In engagierten Statements erörtert sie zentrale Ausstellungsthemen wie Diversität, Gleichstellung, Interkulturelle Kompetenz, Globalisierung und Digitalisierung. Mit ihrer Performance verleiht sie einem Bildnis der antiken griechischen Dichterin «Sappho» eine prägnante neue Stimme der Gegenwart.


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Facial Emotion Detection

In einer interaktiven Videoinstallation, die sich auf das «Orakel von Delphi» bezieht, werden die Emotionen der Besucherinnen und Besucher analysiert und kommentiert. Der sprechende Kopf einer Monumentalstatue verkündet den überraschten Gästen «wie sie sich fühlen». Ihr Gesichtsausdruck wird anhand visueller Mimikerkennung und digitaler Emotionsanalyse eingestuft und nach dem errechneten Mittelwert ihrer Stimmungslage «gedeutet». Die poetischen Kommentare des Orakels werden individuell aus einer Video-Library abgerufen. Der junge Schweizer Schauspieler Antonio Ramón Luque, bekannt aus der SRF-Webserie «Nr. 47», verleiht dem digitalen «Emotions-Orakel» seine Ausstrahlung und seinen überzeugenden Ausdruck.


Öffnungszeiten:

Do - So, 14 - 17 Uhr


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Antikensammlung Bern - Facing History


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Eröffnungsfeier Universität Bern, Prof. Dr. Elena Mango

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Eröffnungsansprache, Prof. Dr. Silvia Schroer, Vizerektorin der Universität Bern

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Eröffnungsfeier Universität Bern, Hans Ulrich Glarner, Amt für Kultur des Kantons Bern

Medienkunst Netzwerk SEHNERV.org

Der Verein SEHNERV engagiert sich in der Förderung und Vermittlung von Medienkunst. Er hat massgeblich dazu beigetragen, das Ausstellungsprojekt FACING HISTORY finanziell abzusichern und die Realisierung der Ausstellung in geplanter Form zu ermöglichen. Durch sein breites Netzwerk fördert der Verein sowohl die regionale wie auch die schweizweite und internationale Ausstrahlung des Pilotprojekts. Der Verein ist bestrebt, aktuelle Medienkunst auf hohem Niveau für ein breites Publikum zugänglich zu machen.


Dank

Die Realisierung der Ausstellung wurde ermöglicht durch ­Förderbeiträge von: Kulturförderung des Kantons Bern, Ernst Göhner Stiftung, Hans-Eugen und Margrit Stucki-Liechti Stiftung HMSL, Beisheim Stiftung, Stiftung Vinetum, Burger­­ge­meinde Bern, Ursula Wirz-Stiftung, Temperatio Stiftung, Kultur Stadt Bern, Fondation Johanna Dürmüller-Bol, Carola Ertle + Günther Ketterer. Wir danken für die freundliche Unterstützung.